24. November 2011 08:22 Uhr

Abtrünnige Amish schneiden Glaubensbrüdern die Bärte ab

Bei den strenggläubigen Amish spielen Haare eine besondere Rolle, denn sie sind ein Zeichen ihrer religiösen Identität. Ein Gericht im US-Bundesstaat Ohio hat gestern Anklage gegen sieben Männer erhoben, weil sie mehreren Glaubensbrüdern und -schwestern gewaltsam die Bärte und Zöpfe abgeschnitten haben sollen. Die Männer gehörten zu einer Gruppe Abtrünniger, die nach Medienberichten in der Vergangenheit immer wieder mit anderen Amish in Konflikt geraten sind. Angeklagt sind sie wegen Verbrechen aus Hass und der Bildung einer Verschwörung.

Die "New York Times" zitiert eines der Opfer mit den Worten, lieber wäre er grün und blau geschlagen worden als eine derartige öffentliche Erniedrigung erleiden zu müssen.

Die protestantische Glaubensgemeinschaft der Amish führt ein zurückgezogenes Landleben und verzichtet weitgehend auf technische Hilfsmittel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)