24. November 2011 08:57 Uhr
Am 24. November 1961, also heute vor 50 Jahren, wurde die Zentrale Beweismittel- und Dokumentationsstelle gegründet, die Informationen über Unrecht in der DDR sammeln sollte.
In der Behörde mit Sitz in Salzgitter wurden alle politisch motivierten Urteile, Misshandlungen und andere Menschenrechtsverletzungen dokumentiert, die in der DDR begangen wurden. Das sollte eine Grundlage schaffen für mögliche Prozesse gegen Verantwortliche.
Insgesamt sammelte die Behörde über 42.000 Akten. Nach der Wiedervereinigung wurden sie an die zuständigen Staatsanwaltschaften übergeben. 2008 wurde die Dokumentationsstelle endgültig geschlossen, die Akten lagern seitdem im Bundesarchiv in Koblenz.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)