24. November 2011 11:31 Uhr

Graffiti auf dem schwedischen Lehrplan

Für einige ist es nur Geschmiere, für andere Teil der modernen Kultur: Graffiti spalten die Gemüter, in Schweden steht das Thema jetzt aber auf dem Lehrplan, in einer Reihe mit Alten Meistern und Expressionismus. Die Polizei von Stockholm kritisierte die Aufnahme der Sprühkunst in schwedische Schulbücher. Ein Sprecher wies darauf hin, dass die Stadt bereits Stadtrundgänge zum Thema Graffiti und Straßenkunst unterbunden habe, weil in der Hauptstadt eine Null-Toleranz-Politik gelte. Auch Lehrer kritisierten angesichts der strengen Regeln, es sei problematisch, das Thema zu vermitteln. Kulturdezernentin Madelein Sjöstedt erklärte, die Grenze zwischen Kunst und Kritzelei sei nicht immer leicht zu ziehen, aber man sehe kein Problem, solange die Graffiti legal seien.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)