24. November 2011 13:37 Uhr

Auswärts essen macht womöglich dick

Reiche essen gesünder. Das stimmt vielleicht nur bedingt. Denn wer sozial und ökonomisch besser gestellt ist, isst auch mehr außer Haus - und dort oft ungesünder. Das ist das Ergebnis einer Meta-Analyse von rund 30 Studien am Tropeninstitut Antwerpen. Im Journal "Obesity Reviews" schreiben die Wissenschaftler, in den vergangenen Jahrzehnten habe das auswärts Essen zugenommen - auch in Entwicklungsländern. Im Gegensatz zu Mahlzeiten daheim nähmen die Menschen im Schnitt deutlich mehr Kalorien, Fett und Salz, dafür aber weniger Vitamine und Spurenelemente zu sich.

Anteilig am meisten Kalorien beim Essen außer Haus nehmen Männer in den USA zu sich, und zwar rund ein Viertel ihrer Gesamtenergie. Bei den US-Frauen sind es etwa 15 Prozent. Die Zahlen in Europa schwanken stark zwischen 15 und 30 Prozent.

Eine Einschränkung machen die Autoren jedoch: Je reicher die Probanden der Studien waren, desto gesünder aßen sie allerdings auch auswärts. Wer also richtig viel Geld im Restaurant springen lässt, ist fein raus.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)