24. November 2011 17:59 Uhr

Spendenmangel: Globaler Fonds streicht Anti-AIDS-Projekte der kommenden Jahre

Wenn das Staatsbudget knapp wird, sparen Regierungen auch mal bei der Entwicklungshilfe. Wegen Spendenmangels hat nun eine der größten Organisationen zur Bekämpfung von Krankheiten Konsequenzen gezogen: Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria will in den kommenden zwei Jahren keine neuen Projekte mehr fördern. Der Fonds sponsert unter anderem die Behandlung der Hälfte aller AIDS-Patienten auf der Welt.

Als Grund für die Entscheidung nennt die Organisation geringe Zinsen auf ihre Anlagen und deutliche Budgetkürzungen der westlichen Geberländer. Wie die BBC schreibt, hat der Fonds bisher nur gut die Hälfte der erwarteten Spenden erhalten - das reiche kaum für bereits laufende Projekte. In der "Washington Post" ist zu lesen, Italien habe noch keinen Cent von den zugesagten je 130 Millionen Euro für 2009 und 2010 gezahlt. Auch Spanien habe seine Unterstützung stark gekürzt.

Eine Gesundheitsorganisation beklagt, die Fördersummen seien doch nur ein Rundungsfehler in dem Budget reicher Nationen. Ärzte ohne Grenzen beschreibt die finanzielle Lage als düster.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)