25. November 2011 08:53 Uhr
Vorbild Berlusconi? Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vergleicht die Medienstrategie von Nicaraguas Präsident Daniel Ortega mit der des ehemaligen italienischen Regierungschefs. Der umstrittene Politiker schließe missliebige Sender nicht, sondern er kaufe sie einfach auf. So sei das Fernsehimperium der Ortegas zu einem mächtigen Propaganda-Apparat geworden. Gleichzeitig erlegten sich viele der eigentlich unabhängigen Sender eine Selbstzensur auf und blendeten politisch kritische Themen einfach aus.
Ein Lichtblick laut "FAZ": Noch besitze der Präsidentenclan keine Zeitungen, und die beiden wichtigsten Printmedien Nicaraguas gälten als unabhängig. Allerdings bekämen auch sie Gegenwind von der Regierung, erhielten zum Beispiel wenig staatliche Werbung zugeteilt. Noch seien die Verlage allerdings wirtschaftlich so stark, dass sie das aushalten könnten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)