25. November 2011 09:21 Uhr

Klein-Afrika in Südostasien: Tierisches Diktator-Erbe auf den Philippinen

Diktatoren hinterlassen manchmal ein skurilles Erbe. So auch auf den Philippinen: Ferdinand Marcos hatte in den 70er Jahren kenianische Wildtiere auf die Mini-Insel Calauit verschiffen lassen: Giraffen, Zebras, Antilopen. Angeblich war es ein Arche-Noah-Projekt für die bedrohten Tierarten - für den britischen Organisator der damaligen Tierfracht ist das aber eine Legende. Tony Parkinson sagte der Nachrichtenagentur AFP, Marcos' wahres Motiv sei der Tourismus gewesen.

Auch heute werden die Savannen-Tiere als Attraktion beworben. Inzwischen sind aber die unter dem Diktator vertriebenen Inselbewohner zurückgekehrt - und ärgern sich über die Tiere. Sie sagen, dass die Giraffen alle Bananen, Cashews und Papayas wegfräßen - Zäune könnten sie nicht aufhalten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)