25. November 2011 10:12 Uhr

Studie: Hausgeburten sind nur beim ersten Mal riskanter

Hausgeburten sind nur beim ersten Mal riskanter. Einer britischen Studie zufolge erleiden Kinder bei Hausgeburten fast doppelt so häufig Schädigungen wie bei einer Geburt im Krankenhaus, wenn die Mutter ihr erstes Kind bekommt. Das Risiko liege aber immer noch bei weniger als einem Prozent. Bei allen weiteren Geburten gebe es gar keinen Unterschied mehr.

Für die Studie wurden knapp 65.000 normale Geburten in Großbritannien untersucht. Die Ergebnisse schildern die Forscher im British Medical Journal. Demnach wurden 45 Prozent der Frauen, die ihre erste Geburt zuhause geplant hatten, doch noch ins Krankenhaus gebracht. In den meisten Fällen aber nicht wegen drohender Komplikationen, sondern weil die Schwangeren Schmerzmittel benötigten. Beim zweiten Kind mussten nur noch 12 Prozent der Hausgeburten ins Krankenhaus verlegt werden.

Die Studie belegt auch, dass insgesamt nur drei Prozent aller Kinder in Großbritannien zuhause zur Welt kommen. Dies liege vor allem daran, dass es zu wenige Hebammen gebe - auch in den Krankenhäusern - obwohl eine intensive Betreuung durch eine Hebamme die Geburt deutlich sicherer mache.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)