25. November 2011 10:53 Uhr
Die Küstenlinie Norwegens ist mal eben um 18.000 Kilometer gewachsen. Dabei ist das ohnehin schon langgestreckte Land nicht noch größer geworden, sondern vielmehr konnten die Messungen präzisiert werden. Nach Angaben des staatlichen Instituts für Kartografie lag die offizielle Küstenlänge bisher bei 85.000 Kilometern, nun sind es 103.000 Kilometer.
Der Leiter, Nils Karbø, sagte, man habe in den vergangenen zwei Jahren Kartendaten neu ausgewertet sowie Luftaufnahmen studiert und die Ergebnisse mit den existierenden Karten verglichen. Dadurch sei es gelungen, die Küstenlinie viel detaillierter zu zeichnen. Jetzt seien 240.000 Inseln registriert, drei Mal so viele wie bisher.
Norwegens Küstenlinie reicht damit nun zweieinhalb Mal um den Äquator. Spitzenreiter auf diesem Gebiet ist zwar weiterhin Kanada mit mehr als doppelt so viel Küste. Berücksichtigt man aber die Zahl der Einwohner, entfallen auf jeden Norweger 20 Meter Strand - auf einen Kanadier nur rund sieben Meter.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)