25. November 2011 11:25 Uhr
Rechtsradikale Frauen sind keine Heimchen am Herd. Die Frankfurter Sozialwissenschaftlerin Michaela Köttig warnt davor, die Rolle der Frauen in rechtsextremen Gruppierungen zu unterschätzen. In einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagt die Expertin vom Forschungsnetzwerk "Frauen und Rechtsextremismus", nur wenige könnten sich vorstellen, dass Frauen politisch rechtsextrem aktiv und auch gewalttätig seien.
So werde auch das einzige weibliche Mitglied des Zwickauer Terror-Trios vor allem als Mitläuferin dargestellt. Dies sei gefährlich, weil dadurch Frauen aus der rechtsextremen Szene besonders effektiv gesellschaftliche Organisationen unterwandern könnten. Sie ließen in Vereinen oder Elternbeiräten ihre Positionen einfließen, so dass es immer normaler werde, eine rechte Position zu vertreten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)