28. November 2011 07:24 Uhr

Forscher untersuchen Fische im Weltraum

Können Fische seekrank werden? Diese scheinbar sinnlose Forschungsfrage untersuchte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt gestern mit einem Raketenflug ins All - und zwar mit der Forschungsrakete "Texus 48", die vom Weltraumzentrum Esrange in der Nähe der schwedischen Stadt Kiruna startete.

Die 48 Fischlarven an Bord dienten als Stellvertreter für den Menschen, weil ihr Sinnesorgan für die Wahrnehmung von Schwerkraft dem des Menschen ähnelt. In der asymmetrischen Form dieses Sinnesorgans vermuten Forscher den Grund für Bewegungskrankheiten wie See- oder Reisekrankheit.

Mit dem deutschen Raketenprogramm "Texus" können Wissenschaftler eigenständige Experimente unter vermindeter Schwerkraft durchführen. Die Raketen erreichen bis zu 270 Kilometer Höhe und etwa sechs Minuten annähernde Schwerelosigkeit. Danach segelt der Inhalt per Fallschirm zu Boden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)