28. November 2011 08:56 Uhr
Zum Schluss schauen wir zurück in die Geschichte - diesmal in die Afrikas. Heute vor 45 Jahren, am 28. November 1966, endete die Monarchie in Burundi.
Bis dahin herrschten dort die Mwami - Könige, die sich aus der ethnischen Gruppe der Tutsi rekrutierten. Die Tutsi hatten andere Gruppen wie die bäuerlichen Hutu unterworfen. Als Burundi erst deutsche Kolonie wurde und dann belgisches Gebiet, unterstützten die fremden Mächte die Tutsi-Herrschaft und schürten so Rivalitäten zwischen den Volksgruppen.
Nach der Unabhängigkeit Burundis im Jahr 1962 stellten abwechselnd Hutu und Tutsi die Regierungschefs. Das Amt war gefährlich: Zwei Premiers wurden ermordet. Die Mwami-Könige verteidigten ihre Macht erbittert. In den blutigen Kämpfen der Volksgruppen erlangte das Militär eine Schlüsselrolle. Am 28. November 1966 putschte Oberbefehlshaber Michel Micombero und erklärte Burundi zur Republik. Um seine Macht zu sichern, ließ er hunderttausende Hutu töten. Bis heute leidet das Land unter ethnischen Spannungen - eine Republik ist es geblieben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)