28. November 2011 09:25 Uhr
Kambodscha ist im wahrsten Sinne des Wortes vermintes Gebiet. Nun findet in Pnom Penh die Landminen-Konferenz statt. Dabei ist Finnland dem Ottawa-Vertrag beigetreten. Was steckt dahinter?
Der Ottawa-Vertrag trat 1999 in Kraft und verbietet Produktion, Lagerung, Einsatz und Weitergabe von Antipersonen-Minen. Sie zielen darauf ab, Menschen zu töten oder zu verletzen. Die Vertragsstaaten verpflichten sich, alle Minenbestände innerhalb von vier Jahren nach Beitritt zur Konvention zu vernichten, innerhalb von zehn Jahren sollen verseuchte Gebiete geräumt werden.
Finnland ist das 159. Mitgliedsland und der letzte EU-Staat, der dem Abkommen beigetreten ist. Führende Produzenten von Landminen allerdings haben den Vertrag bisher nicht unterzeichnet, zum Beispiel die USA, China und Russland. Der jüngste globale Landminen-Report führt drei Regierungen auf, die Landminen einsetzen: Israel, Libyen und Birma. Außerdem würden die Sprengsätze von militanten Gruppen ausgelegt, zum Beispiel in Afghanistan, Kolumbien und Pakistan.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)