28. November 2011 11:21 Uhr
Das Wort "Bückware" wurde mit Beginn des Zweiten Weltkriegs gebräuchlich, als Lebensmittel in Deutschland rationiert wurden und man Bezugsscheine oder Marken brauchte, um welche zu bekommen. Manchmal konnten die Händler zusätzliche Mengen aus einer Produktion abzweigen. Diese Lebensmittel verwahrten sie dann unter dem Ladentisch und mussten sich bücken, um sie an ausgewählte Kunden weiterzugeben. Daher die 'Bückware'.
Als die Regale in Deutschland sich wieder zu füllen begannen, übertrug sich der Begriff auf Produkte, die aus anderen Gründen unterm Ladentisch verstaut wurden: pornografische Erzeugnisse zum Beispiel oder solche, die noch immer so rar waren, dass die Händler sie für ihre Stammkunden aufbewahrten.
In heutigen Supermärkten bückt man sich vor allem nach preisgünstigen Produkten. Die teuren stehen bequem in Sicht- und Griffhöhe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)