29. November 2011 06:36 Uhr

Starfotos: Maßsystem verrät Ausmaß von Bildbearbeitung

Wer einen Blick in ein Hochglanzmagazin wirft, dem kann das Selbstbewusstsein schon mal abhanden kommen: Die Seiten sind voll von anscheinend faltenlosen Stars mit perfekter Traumfigur. Nachgeholfen hat dabei häufig ein Bildbearbeitungsprogramm - Psychologen beklagen deshalb seit Jahren, in der Gesellschaft entstehe ein unnatürliches Schönheitsideal.

Zwei Wissenschaftler vom Dartmouth-College im US-Staat New Hampshire haben nun ein Maßsystem entwickelt, das Abhilfe schaffen könnte. Damit lässt sich auf einer Skala von eins bis fünf bewerten, wie stark ein bearbeitetes Bild vom Originalfoto abweicht. Die Software berechnet zum Beispiel, wo Pixel verschoben wurden oder an wie vielen Stellen das Foto weichgezeichnet ist.

Die Wissenschaftler meinen, ihr System könne Bildredakteuren dabei helfen, Fotos nicht zu sehr zu verfälschen. Alternativ könne auch die Skala neben dem Bild veröffentlicht werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)