29. November 2011 09:21 Uhr

US-Malls ziehen Pläne zur Handy-Ortung zurück

Diese Form der Mobilfunk-Überwachung ging dem demokratischen US-Senator Charles Schumer zu weit.

Der New Yorker Politiker beschwerte sich schriftlich bei zwei Shoppingmalls, die die Handys ihrer Besucher orten und damit deren Einkaufsverhalten nachvollziehen wollten. Die Malls in Californien und Virginia zogen ihre Pläne vorerst zurück, halten aber grundsätzlich an der Idee fest. Sie gaben an, an einer sogenannten "opt-out"-Lösung zu arbeiten. Dies würde bedeuten, dass sich die Besucher ausdrücklich gegen eine Ortung ihrer Handys aussprechen müssten. Der Hersteller des Ortungsprogramms, die britische Firma "Path Intelligence", kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Beim Online-Shopping würde das Kundenverhalten bereits seit Jahren dokumentiert, betonte die Geschäftsführerin Sharon Biggar. Man wolle mit dem Ortungsprogramm nur gleiche Bedingungen für Händler schaffen, die nicht im Internet vertreten sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)