29. November 2011 11:06 Uhr

Psychologe: Kinderlosigkeit so schlimm wie Tod eines Angehörigen

Kein Kind zu haben ist für viele Paare so belastend wie einen nahen Angehörigen zu verlieren.

Studien zufolge leiden Paare, die ungewollt kinderlos bleiben, unter psychischen Belastungen, die damit vergleichbar sind. Der "Süddeutsche Zeitung" sagte der Psychologe Tewes Wischmann, vor allem Frauen empfänden es oft als große Kränkung, dass sie nicht schwanger werden könnten. Ungewollte Kinderlosigkeit gelte in der Gesellschaft oft als selbstverschuldete Misere von Menschen, die lieber Karriere gemacht haben, als sich um die Familienplanung zu kümmern. Er nannte das ungerecht. In 90 Prozent der Fälle sei Kinderlosigkeit auf organische Ursachen zurückzuführen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)