29. November 2011 12:01 Uhr

Impfstoff gegen Grippevirus H1N1 wird vernichtet

Die deutschen Bundesländer haben hunderte Millionen Euro für den Wirkstoff ausgegeben - jetzt wird ein Großteil vernichtet.

Ab heute sollen in Magdeburg 16 Millionen Dosen Impfstoff gegen das Grippevirus H1N1 verbrannt werden. Die Aktion ist der Schlusspunkt einer großen und umstrittenen Impfaktion.

Im April 2009 hatte sich zunächst in Mexiko, später auch in anderen Ländern weltweit eine neue Grippeerkrankung ausgebreitet. Einige Medien sprachen von der "Schweinegrippe". Deutschland organisierte eine Impfaktion für Millionen Menschen. Doch schon bald gab es Kritik: Ärzte warnten vor Nebenwirkungen der Impfung wie Kopfschmerzen oder Fieber. Kritiker sprachen von Panikmache.

Am Ende ließen sich deutlich weniger Menschen impfen als gedacht. Inzwischen reicht zum Schutz vor H1N1 die normale Grippeimpfung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)