29. November 2011 12:54 Uhr
"Talkshows auf dem Prüfstand".
So heißt eine neue Studie von Medienwissenschaftlern der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld. Sie zeigt, dass noch viel zu tun ist für Anne Will, Günther Jauch und Kollegen. Die neue Talkshow-Struktur der ARD am späten Abend habe das Profil der einzelnen Sendungen «verwässert», heißt es in der Studie des Medienexperten Bernd Gäbler. Er hatte im September und Oktober 32 Sendungen analysiert. Die fünf Talkformate der ARD wollten eine Öffnung zur «Lebenswirklichkeit der Zuschauer», allzu oft sei ihnen aber «eine durchschaubare Spekulation auf Quotenträchtiges anzumerken».
Zudem gebe es kaum eine Abgrenzung der Formate untereinander, sondern eine «Vervielfachung des Ähnlichen». Politiker sind laut Gäbler als eingeladene Gäste fast zur Randgruppe geworden. Von den 152 Gästen seien gerade einmal 30 aktive Politiker gewesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)