29. November 2011 13:21 Uhr
In keinem anderen Land werden so viele Kinofilme synchronisiert wie in Deutschland. 250 bis 300 Stück sind es nach Angaben des Bundesvorstandes der Synchronproduzenten, Christian Wunder, in jedem Jahr. Er sagte der Nachrichtenagentur dapd, vor allem englischsprachige Filme seien für die Studios jedes Mal wieder eine Herausforderung. Englisch sei eine wenig dankbare Sprache, die in der Regel zwei Silben kürzer sei als Deutsch. Deshalb müssten die Übersetzungen von Filmdialogen häufig kürzer gefasst werden, damit die deutsche Version lippensynchron bleibe.
Laut Wunder dauert es rund fünf bis sechs Wochen, einen Film ins Deutsche zu übertragen. Hierzulande gebe es etwa 800 Schauspieler, die vom Synchronsprechen lebten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)