29. November 2011 13:54 Uhr
"Betrüger in der Eurofamilie" hieß es im Februar auf dem Titel des Focus und zu sehen war die griechische Liebesgöttin Aphrodite, mit ausgestrecktem Mittelfinger. Der Schambereich war bedeckt mit einer verdreckten Landesflagge. Damit wollte das Magazin auf die desolate Finanzlage Griechenlands anspielen. Doch das hat jetzt ein juristisches Nachspiel. Heute beginnt in Athen der sogenannte Stinkefinger-Prozess. Griechische Rechtsanwälte hatten mehrere Focus-Redakteure wegen übler Nachrede, Verleumdung und Verunglimpfung griechischer Staatssymbole angezeigt.
Der Prozess war im August zunächst verschoben worden. Die Richter stellten damals fest, dass sechs der Angeklagten nicht vorschriftsmäßig geladen worden waren. Zudem fehlten zwei Verteidiger. Die Kläger fordern eine Entschuldigung, dann wäre man bereit, die Klage zurückzunehmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)