30. November 2011 06:31 Uhr

Hintergrund: Was ist das Problem beim "Euro-Hebel"?

Die Euro-Finanzminister haben Regeln festgelegt, um die Wirkung des Euro-Rettungsfonds EFSF zu vergrößern. Allerdings ist unsicher, wie erfolgreich das Modell wird. Der viel diskutierte Hebel funktioniert nur, wenn private Investoren dem Modell vertrauen. Denn sie sind der Kern der Hebel-Idee:

Der EFSF hat noch 250 Milliarden Euro zur Verfügung. Zu wenig um im schlimmsten Fall weiteren Ländern mit Krediten zu helfen. Deshalb sollen private Investoren motiviert werden, hochverschuldeten Staaten Geld zu leihen. Und zwar mit einer Art Versicherung: Falls der Staat Pleite geht, bekämen die Investoren einen Teil ihres Verlusts vom Rettungsfonds erstattet - die Rede ist von 20 bis 30 Prozent. Dafür braucht der EFSF weniger Geld, als wenn er die Kredite selbst ausgibt.

Unklar ist nur, wie viele Investoren sich darauf einlassen. Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker räumte ein, der Hebelmechanismus werde wohl weniger Geld einbringen als noch beim Euro-Gipfel vor einem Monat gehofft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)