30. November 2011 09:51 Uhr
Wie kann man Opfern von sexuellem Missbrauch helfen? Dazu will der Runde Tisch gegen Missbrauch heute Vorschläge machen. Die 60 Vertreter von Kirchen, Kinderschutzorganisationen und der Politik haben in den vergangenen Monaten unter anderem über Entschädigungen für die Opfer beraten. Sie werden vermutlich empfehlen, dass Bund und Länder für einen Teil der Opfer Therapiekosten übernehmen. Ein anderer Vorschlag dürfte darauf abzielen, dass Missbrauchsopfer die Täter länger auf Schadenersatz verklagen können. Ein entsprechendes Gesetz hat die Bundesregierung bereits auf den Weg gebracht.
Die Regierung hatte den Runden Tisch im Frühjahr vergangenen Jahres einberufen - als Reaktion auf den Missbrauchsskandal in kirchlichen Einrichtungen, Schulen und Heimen. Welche Empfehlungen umgesetzt werden, entscheidet vor allem die Politik.
Das Bundesforschungsministerium hat bereits im September letzten Jahres ein sogenanntes Forschungsnetz initiiert, das Wissenslücken zum Thema sexueller Missbrauch schließen soll.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)