30. November 2011 13:04 Uhr

Atommüll-Endlager: Erkundung kostet 400 Millionen Euro pro Standort

Es ist eine teure Suche.

Rund 400 Millionen Euro könnte die Erkundung eines möglichen Endlagers für radioaktiven Atommüll kosten - pro Standort. Diese Schätzung des Bundesamts für Strahlenschutz zitiert die Deutsche Presse-Agentur aus einer Antwort der Bundesregierung an die Grünen-Fraktion im Bundestag. Demnach würde die oberirdische Prüfung eines Standorts 50 Millionen Euro kosten, die Arbeit unter Tage 250 Millionen und die Bürgerbeteiligung 100 Millionen Euro.

Baden-Württemberg hatte vorgeschlagen, bis zu vier Standorte zu prüfen - für dann etwa 1,6 Milliarden Euro. Damit wären die vier Erkundungen in etwa so teuer wie die des bisher einzigen Standorts Gorleben in Niedersachsen, der seit 1977 erkundet wird. Der Steuerzahler hat davon rund neun Prozent bezahlt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)