30. November 2011 15:52 Uhr
Nicht nur Katastrophenfälle wie Hochwasser werden simuliert. Erstmals haben die deutschen Sicherheitsbehörden mit einer groß angelegten Krisenübung für Hackerangriffe auf wichtige Computernetze begonnen. Heute und morgen trainieren bis zu 3.000 Experten und Mitarbeiter von Bund und Ländern einen möglichen Ernstfall. Dabei könnte beispielsweise das Internet flächendeckend ausfallen oder der öffentliche Nahverkehr stillstehen.
Während der Simulation soll ein schädliches Programm, ein sogenannter "Trojaner", unter anderem Überlastungen von Servern, Datenspionage oder Sabotage verursachen. Ziel ist es laut Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik, ein realistisches Bild zu erhalten, ob diese Situation kontrolliert werden könne.
Dem Bundesamt zufolge wurden vergangenes Jahr rund 60.000 Fälle von Hackerangriffen registriert. Der Schaden belaufe sich auf rund 60 Millionen Euro.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)