30. November 2011 21:14 Uhr

Weltklimakonferenz: Kanada beunruhigt mit angeblichen Ausstiegsplänen aus Kyoto

Auf der Weltklimakonferenz in Durban sorgen angebliche Pläne der kanadischen Regierung für Aufregung. Kanadische Medien hatten berichtet, das Land plane in wenigen Wochen, den Rückzug vom Kyoto-Protokoll bekannt zu geben. Kanada wäre der erste Staat, der die internationale Vereinbarung ratifiziert hat und dennoch vorzeitig aussteigen würde. Die Gruppe der 54 afrikanischen Länder auf der Konferenz fragte, wie unter diesen Umständen China und Indien dazu gebracht werden könnten, mehr gegen die Klimaerwärmung zu tun. Die Delegation aus Peking erklärte laut dem chinesischen Rundfunk, die Haltung Kanadas werde die bevorstehenden Klimagespräche negativ beeinflussen.

Das Kyoto-Protokoll läuft Ende kommenden Jahres aus. Beobachter halten es für unwahrscheinlich, dass im südafrikanischen Durban ein neues Abkommen zur Senkung der Treibhausgasemissionen geschlossen wird.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)