1. Dezember 2011 09:25 Uhr

Geophysik: warum es nicht immer zu Erdbeben kommt

Mit Wasser rutscht sich´s besser. Das weiß jeder, der das schon mal im Schwimmbad ausprobiert hat. Wie Physiker des deutschen Geoforschungszentrums in Potsdam gezeigt haben, gilt das auch für den ganz großen Maßstab. Sie konnten nachweisen, dass es vom Wassergehalt der tiefen Gesteinsschichten im Erdmantel abhängt, ob die Kontinentalplatten aneinander vorbeigleiten oder sich verhaken und dann irgendwann weiterspringen - was sich als Erdbeben äußert.

Wie die Forscher im Fachmagazin "Nature" schreiben, untersuchten sie in den Gesteinsschichten der San-Andreas-Verwerfung zunächst die elektrische Leitfähigkeit - denn die erlaubt Rückschlüsse auf den Wassergehalt. Dann setzten sie das Muster der elektrischen Leitfähigkeit in Beziehung zu dem der seismischen Aktivität.

Die San-Andreas-Verwerfung befindet sich zwischen der pazifischen und der nordamerikanischen Platte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)