1. Dezember 2011 10:30 Uhr

Norwegen: Anklage wegen gefälschter Dokumente von Hamsun und Ibsen

Die norwegische Polizei spricht von einem der größten bisher bekannten Kunstfälscher-Skandale in Europa. Demnach soll ein 41 Jahre alter Mann massenweise vermeintliche Dokumente der Nationaldichter Knut Hamsun und Henrik Ibsen verbreitet haben. Gegen ihn wurde nach jahrelangen Ermittlungen Anklage wegen groben Betrugs erhoben.

Ein Polizeisprecher sagte, der Fall wiege deshalb so schwer, weil Fälschungen dieser Art das Bild der norwegischen Literaturgeschichte verzerren könnten.

Der Hintergrund: Die Ermittler fanden unter anderem einen Taschenkalender des Schriftstellers Hamsun, in dem dieser ein angebliches Treffen mit Adolf Hitler eingetragen haben soll; dazu ein angebliches Schauspiel von Ibsen mit dem Titel "Sonnengott".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)