1. Dezember 2011 17:38 Uhr

Kein Plagiat: Jurist kritisiert "Freispruch" Althusmanns

Dass der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann seinen Doktortitel behält, könnte noch Folgen haben. Davon geht der Münchner Arbeitsrechtler Volker Rieble aus. Bei "Campus und Karriere" im Deutschlandfunk sprach er von einer erheblichen Folgewirkung der Entscheidung. Denn andere Plagiatoren könnten sich darauf berufen. Die Universität Potsdam hatte die Dissertation nach Plagiatsvorwürfen geprüft und mitgeteilt, eine Täuschung sei nicht festgestellt worden.

Der Jurist Rieble sagte, Althusmann habe sich mit der Ausrede retten können, er habe nicht gewusst, dass man wörtliche Übernahmen in Anführungszeichen setzen müsse. Er habe sie nur durch Fußnoten kenntlich gemacht. Dass die Uni das akzeptiert habe, sei möglicherweise von einem politischen Schonungsvorsatz getragen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)