2. Dezember 2011 08:51 Uhr

Wir erinnern: Heute vor 65 Jahren wurde die Internationale Walfangkommission gegründet

Und noch der Blick in die Geschichte, 65 Jahre zurück. Am 2. Dezember 1946 verpflichteten sich 42 Nationen dazu, den Walfang einzuschränken. Sie unterschrieben das Internationale Übereinkommen zur Regelung des Walfangs. Ziel war der Schutz der Walpopulationen - überwacht wird es von der Internationalen Walfangkommission. Sie legt Schutzzonen und Fangquoten fest. Die Quoten wurden zunächst in Blauwal-Einheiten berechnet, auch für andere Wale je nach Masse. So entsprachen zum Beispiel zweieinhalb Buckelwale einer Blauwaleinheit. Später wurde die Quote auf einzelne Tiere bezogen.

Ohne Sanktionen konnte und kann die Kommission aber wenig ausrichten. Erst als die Walbestände schließlich zurückgingen, beendeten viele Nationen den Walfang.

Seit den 80er Jahren ist der Fang von großen Walen grundsätzlich verboten. Ausnahmen gibt es für indigene Bevölkerungen wie die Inuit, außerdem zu Forschungszwecken. Davon machen Japan und Island ausgiebig Gebrauch; Norwegen betreibt offen kommerziell Walfang.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)