2. Dezember 2011 10:13 Uhr
Es sind zu viele Verhandlungspartner in Durban. Dieser Ansicht ist Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Wie Edenhofer im Deutschlandradio Kultur sagte, steckt die UNO-Klimakonferenz in einer Sackgasse. Man müsse sich ein neues Format überlegen, sonst sei in den nächsten Jahren kein effektiver und gerechter Klimaschutz möglich. Er schlug vor, den Teilnehmerkreis bei den Verhandlungen auf die größten Industrienationen und Schwellenländer, also die G20, zu verkleinern. Wenn 20 Länder rund 80 Prozent aller Emissionen verursachten, sei es nicht sinnvoll, die Verhandlungen mit 194 Staaten zu führen, betonte er.
Beim Gipfel in Durban beraten die Delegierten noch bis zum 9. Dezember über eine Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll. Das hatte die Begrenzung des CO2-Ausstoßes geregelt. Es läuft aber kommendes Jahr aus.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)