2. Dezember 2011 13:49 Uhr

Terrakotta-Armee möglicherweise keine Grabbeigabe für chinesischen Kaiser

Das Grab des chinesischen Kaisers Qin Shihuang wird von 7.000 Tonsoldaten bewacht - der weltbekannten Terrakotta-Armee. Bislang galten sie als Grabbeigabe, das heißt, sie sollten dem Kaiser auch im Jenseits dienen. Vielleicht hatten sie aber eine ganz andere Funktion. Das schreibt der Archäologe Sun Jiachun in Chinas führender Zeitschrift für Militärgeschichte. Seiner Ansicht nach befinden sich die Terrakotta-Krieger viel zu weit weg vom Kaisermausoleum. Außerdem seien sie für eine Armee zu wenig geordnet, eine Generalfigur fehle gänzlich - ungewöhnlich für das streng hierarchische Militär.

Sun nimmt stattdessen an, eine antike Militärakademie habe die Tonkrieger für ihr Training benutzt. Dafür spreche ein leichter Zugang zu den Gruben und die eher provisorische Kampfaufstellung der Soldaten. Suns Theorie wird derzeit in der chinesischen Ärchologenwelt diskutiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)