2. Dezember 2011 15:53 Uhr
Auch mehr als 60 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs gibt es sie immer noch: NS-Raubkunst. Nach diesen Kunstwerken wird systematisch in Museen und Bibliotheken gesucht. In Zukunft wohl noch intensiver, denn für die Suche ist künftig mehr Geld vorhanden. Kulturstaatsminister Bernd Neumann teilte mit, die Nachforschungen würden ab 2012 mit zwei Millionen Euro pro Jahr aus dem Staatshaushalt unterstützt. Die bisherige Summe werde damit verdoppelt, um auch kleineren Häusern zu helfen, ihre Bestände nach fraglichen Werken zu durchforsten.
Im Zuge der Judenverfolgung hatten die Nationalsozialisten zahllose Kunstsammler enteignet oder sie gezwungen, ihre Werke zu Schleuderpreisen zu verkaufen. Viele dieser Schätze landeten über Umwege in öffentlichen Sammlungen und Museen. Gemäß der Washingtoner Erklärung von 1998 soll geprüft werden, ob die Erben der einstigen Besitzer möglicherweise noch Anspruch auf die wertvollen Stücke haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)