3. Dezember 2011 15:12 Uhr
Die rechtsextreme Mordserie der Zwickauer Terrorzelle beschäftigt auch die Wissenschaft.
Der Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt sieht einen möglichen Ausgangspunkt für Hass und Gewalt in der DDR-Sozialisation. Er sagte der Nachrichtenagentur "dapd", in einer sich antifaschistisch gebenden Gesellschaft habe man kommunistische Eltern am meisten mit dem Bekenntnis zum Faschismus ärgern können. Dieser vor allem durch die Studentenrevolution im Westen bekannte Generationenkonflikt sei auch in der DDR ein Grundphänomen gewesen. Studien aus den 90er Jahren belegten zudem, dass gerade rechte Schläger damals gehäuft aus Stasi-Offiziersfamilien stammten.
Patzelt bezieht sich mit seiner These auf die beiden mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die aus Jena stammen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)