5. Dezember 2011 06:39 Uhr

Washington Post: Weiße Straftäter wurden in den USA eher begnadigt

Ob Straftäter in den USA Chancen auf eine Begnadigung haben, das hängt offenbar auch von ihrer Hautfarbe ab. Das legt ein Artikel der investigativen Redaktion "ProPublica" nahe, den die "Washington Post" auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat. Dafür wurden die Begnadigungen unter Präsident George W. Bush ausgewertet, der sich in dieser Frage fast ausschließlich auf die Empfehlungen eines Anwaltsbüros verlassen haben soll. Dem Artikel zufolge begnadigte Bush von 2001 bis 2008 rund 190 Straftäter. Nur 13 davon hätten Minderheiten angehört. Wie es weiter heißt, hatten Begnadigungsersuche von Weißen vier Mal so hohe Chancen auf Erfolg als jene von Minderheiten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)