5. Dezember 2011 08:28 Uhr

DIW: "Wir leben nicht über unsere Verhältnisse"

Steuern hoch, Steuern runter. Ohne Aussagen wie diese kommt kaum ein Wahlkampf aus. Und das ist auch gut so, meint Gert G. Wagner, der Vorsitzende des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. In einem Kommentar für die "Süddeutsche Zeitung" schreibt er, in Fragen der Besteuerung gebe es kein "richtig" oder "falsch". Hier gehe es um Werturteile, und die könne nur das Volk fällen.

Wagner fordert, nicht den Sozialstaat für die Staatsschulden verantwortlich zu machen. Wir lebten nicht über unsere Verhältnisse. Auch wenn die Staatsverschuldung 80 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung entspreche, könne man mit dieser Belastung leben, solange Deutschland seine Zinsen zahlen könne und die Märkte in die Zahlungsfähigkeit vertrauten.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ist eine Denkfabrik in Berlin, die als politisch links gilt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)