6. Dezember 2011 06:25 Uhr
Was die Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg bedeuten können, sah man bei der Evakuierung von Koblenz am Wochenende.
Doch nicht nur der Rhein ist so etwas wie ein Kriegs- Schrottplatz, auch vor den Küsten Deutschlands sind Millionen Tonnen Kriegsmunition versunken. Das geht aus dem Bericht einer Bund/Länder-Arbeitsgruppe zum Thema hervor. Demnach liegen allein in den deutschen Gewässern der Nordsee 1,3 Millionen Tonnen konventionelle und chemische Kriegsmunition. In der Ostsee seien es 300.000 Tonnen.
Die meisten Sprengkörper seien nur dann gefährlich, wenn ein Fischerboot mit ihnen kollidiere - oder Baumaschinen etwa bei der Verlegung von Unterseekabeln. Dennoch gab es immer wieder Unfälle und Verletzungen auch an Land, zum Beispiel durch Phosphor. Der Stoff aus alten Bomben wird in kleinen Klumpen ans Ufer geschwemmt und ähnelt Bernstein. Wenn Phosphor trocknet - zum Beispiel in der Tasche eines Sammlers - kann er sich entzünden und schwere Verbrennungen verursachen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)