6. Dezember 2011 13:33 Uhr
In die Klimakonferenz von Durban werden nicht allzu viele Hoffnungen gesetzt - zu viele Streitigkeiten zwischen den Staaten.
Doch selbst wenn die Länder sich zusammenraufen könnten, sind laut Klimaschützern zentrale Ziel ohnehin nicht mehr zu erreichen. Die Initiative "Climate Action Tracker" veröffentlicht anlässlich der Konferenz neue Zahlen. Nach ihren Berechnungen ist das Klimaziel einer Erwärmung um höchstens zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit auf keinen Fall mehr einzuhalten. Selbst wenn die Staatengemeinschaft ihre jetzigen Zusagen vollständig umsetzte, werde es im besten Fall einen Anstieg von 2,9 Grad geben. Im schlimmsten Fall würden es 4,4 Grad.
Das sogenannte "2-Grad-Ziel" ist Teil der Klimarahmenkonvention. Sie ist von meisten Mitgliedern der UNO, darunter die EU und 16 führende Wirtschaftsnationen ratifiziert. Einem Papier des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung ist zu entnehmen, dass dafür die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um mindestens 80-95 Prozent sinken müssten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)