6. Dezember 2011 16:33 Uhr
Neben Plätzchen und Familienfesten bedeutet Weihnachten natürlich auch: viele Geschenke, vor allem für die Kinder. Die Arbeitsbedingungen, unter denen die entstehen, sind laut dem Nürnberger Bündnis "Fair Toys" aber nach wie vor oft sehr schlecht. Den Druck vor dem Weihnachtsgeschäft bekämen vor allem Arbeiter in chinesischen Fabriken zu spüren. Arbeitstage von mehr als 14 Stunden und 70-Stunden-Wochen seien keine Seltenheit.
Eigentlich gibt es dagegen ein Projekt des Weltverbands der Spielzeugindustrie, den sogenannten ICTI-CARE-Prozess. Er soll die ethisch korrekte Spielwarenproduktion fördern. Nach Ansicht von "Fair Toys" ist das Abkommen aber nicht mehr als ein Papiertiger. Von 116 Spielzeugherstellern hätten nur 48 für mindestens einen ihrer Lieferanten nachweisen können, dass er regelgemäße Arbeitsbedingungen biete. Von 87 Unternehmen sei überhaupt nichts über die Produktionsbedingugen bekannt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)