6. Dezember 2011 16:54 Uhr
Für den arabischen Frühling haben Journalisten und Fotografen einen hohen Preis gezahlt. Das zeigt eine Studie von "Reporter ohne Grenzen" über den Wandel in der arabischen Welt, der vor knapp einem Jahr begonnen hat. Demnach wurden mindestens elf Medienmitarbeiter getötet und rund 240 Journalisten körperlich angegriffen. Etwa 200 Blogger und Journalisten seien festgenommen worden, zahlreiche weitere entführt.
Besonders dramatisch sei die Lage weiterhin in Syrien und dem Jemen. Auch in Ägypten habe sich die Situation wieder verschärft: Dort gab es nach Angaben von "Reporter ohne Grenzen" während der neuen Unruhen im November mehr als 40 Fälle von Gewalt gegen Journalisten. Gelobt wird dagegen Tunesien: Dort seien die Chancen für eine stabile, freie Presselandschaft am besten; öffentliche und private Medien hätten fast ohne Schwierigkeiten über die ersten Wahlen berichten können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)