7. Dezember 2011 10:37 Uhr
Im Iran überleben: Das funktioniert nur, indem jeder für sich persönlich versucht, sein Leben zu leben - und das, welches man führen soll, zu umgehen. Zu diesem Schluss kommt der iranische Filmemacher Mohammad Rasoulof. Er erzählte der "Tageszeitung", wie er damit umgeht: So entwerfe er für seine Filme eigentlich zwei Drehbücher: eines für die Zensurbehörde und eines, das tatsächlich seine Pläne wiedergibt und nicht aufgeschrieben, sondern im Kopf behalten wird. Dennoch habe er ständig Angst, von Handlangern des Regimes unter Druck gesetzt zu werden. Rasoulof wurde von der iranischen Justiz wegen "Propaganda gegen das System" zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die er aber noch nicht angetreten hat. Keiner seiner Filme wurde im iranischen Kino gezeigt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)