8. Dezember 2011 06:21 Uhr

Zeitraffer-Aufnahmen zeigen schnelles Gletscherschmelzen in Chile

Erst eine Serie von Zeitraffer-Aufnahmen hat die Entwicklung deutlich gemacht. Wissenschaftler in Chile haben ein Jahr lang täglich vier Bilder von einem Gletscher in Patagonien aufgenommen. Auf einer Pressekonferenz erklärten sie jetzt, dabei habe sich gezeigt, dass der Jorge Montt der am schnellsten schmelzende Gletscher im Land sei. Er habe sich zwischen Februar 2010 und Januar 2011 um einen Kilometer zurückgezogen. Auf Grundlage einer Karte von 1898 sei davon auszugehen, dass der Gletscher seitdem 19,5 Kilometer verloren habe. Ursachen dafür seien die Erderwärmung und die Tatsache, dass der Gletscher zum Teil in den Gewässern eines wachsenden Fjords aufliege.

Der Jorge Montt liegt etwa 1.800 Kilometer südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)