8. Dezember 2011 08:08 Uhr
Er glaubt nicht an die Dynamik von riesigen Klimakonferenzen wie der im südafrikanischen Durban. Laut Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, ist ein echter Aufbruch nötig. Ob die Staaten der Welt heute den Mut dazu hätten, wisse er nicht.
Schellnhuber erklärte in der "Frankfurter Rundschau", ganz aufgeben würde er die UNO-Gipfel aber nicht. Die Vereinten Nationen würden immer eine Rolle im Klimaschutz-Prozess spielen. Sie müssten so etwas wie die globale Traumfabrik sein, ähnlich wie auf ganz andere Weise Hollywood. Sie könnten die große Geschichte erzählen und daran erinnern, dass wir auf diesem Planeten gemeinsam wie in einem Schiff auf hoher See sitzen.
Die wirkliche Dynamik für den Klimaschutz entstehe aber aus der Transformation der fossilen Energiesysteme. Die werde sowieso kommen, aber sie müsste um 50 oder 100 Jahre vorgezogen werden, wenn der gefährliche Klimawandel vermieden werden soll.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)