8. Dezember 2011 10:28 Uhr

Raubmöwen sind flexibel bei der Suche nach Winterquartier

Die Antarktische Raubmöwe fühlt sich offenbar fast überall zuhause. Eine Studie von Forschern der Universität Jena legt jedenfalls nahe, dass sie bei der Wahl ihres Winterquartiers sehr flexibel ist. Die Forscher haben Raubmöwen am Südpol mit Datenchips ausgestattet und fünf Jahre lang ihre Flugrouten beobachtet.

Anhand der Daten konnten sie erstmals feststellen, dass die sogenannten Südpolar-Skuas nicht wie ihre Verwandten, die Brauen Skuas, vor der Küste Argentiniens überwintern. Stattdessen verbringen sie die kalten Monate auf der Nordhalbkugel. Etwa ein Drittel der untersuchten Tiere landete im Nordpazifik, der Rest tausende Kilometer entfernt im Nordatlantik. Wenn eine Raubmöwe sich einmal für einen Ozean entschieden hat, kommt sie laut den Forschern in den Folgejahren immer wieder dorthin zurück.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)