9. Dezember 2011 06:51 Uhr
Die Fotos des toten Gaddafi in den Medien hatten für einige Diskussion gesorgt. Dazu waren auch 49 Beschwerden beim Deutschen Presserat eingegangen. Der hat jetzt entschieden, dass der Tod von Diktatoren auch auf Bildern festgehalten werden dürfe. Es gehöre zu den Aufgaben der Presse, auch Informationen über Gewalt, Krieg und Sterben zu vermitteln. Die Bilder seien "Dokumente der Zeitgeschichte".
Allerdings wies der Presserat darauf hin, dass der Jugendschutz beachtet werden müsse. Zwei Boulevardzeitungen hatten Fotos des blutverschmierten Gesichts des toten Diktators auf der Titelseite veröffentlicht. Das ging nach Ansicht des Presserats zu weit. Der Beschwerdeausschuss sprach deswegen jeweils eine Missbilligung aus.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)