9. Dezember 2011 13:20 Uhr
Auch im Weltraum gilt offenbar: Fressen oder gefressen werden. Astronomen des Nationalen französischen Forschungszentrums haben im Doppelsternensystem "SS Leporis" ein seltenes Phänomen beobachtet. Dort verlor der größere, aber leichtere Stern - ein kühler roter Riese - fast die Hälfte seiner Masse an den kleineren und deutlich heißeren Stern.
Bilder eines chilenischen Teleskops zeigen einen heftigen Materiestrom, einen so genannten Sternwind, von einer Sonne zur anderen. Die Windgeschwindigkeiten eines Sternwinds betragen normalerweise je nach Sterntyp zwischen weniger als hundert und mehreren tausend Kilometern pro Sekunde. Dabei verlieren die Sterne innerhalb eines Jahres bis zu einem Tausendstel ihrer Masse.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)