12. Dezember 2011 06:53 Uhr

Europäische Union schränkt Export von Todesspritzen-Wirkstoff ein

Menschenrechtsorganisationen hatten sich schon länger für ein Exportverbot stark gemacht - ab Freitag ist es nun so weit. Die Europäische Union will die Ausfuhr eines Wirkstoffes drastisch einschränken, mit dem in den USA zum Tode verurteilte Straftäter hingerichtet werden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt, will Brüssel den Export von Thiopental-Natrium künftig nur noch mit einer Sondergenehmigung erlauben. Der Wirkstoff wird in 35 US-Bundesstaaten bei Hinrichtungen verabreicht. Er wurde dort bereits zur Mangelware, weil der einzige amerikanische Hersteller sich geweigert hatte, sein Produkt für Todesspritzen zur Verfügung zu stellen.

Die Gesetze in den USA untersagen, die Rezeptur für die Injektionen einfach zu ändern. Laut "SZ" verschieben die Behörden immer wieder Hinrichtungen wegen des Mangels an Thiopental und versuchen, das Mittel von Herstellern aus dem Ausland zu beziehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)