12. Dezember 2011 06:55 Uhr

Forscher konstruieren winzige Dampfmaschine

Für ein Auto ist dieser Motor mehrere Größenordnungen zu klein. Forscher aus Stuttgart haben eine Wärmekraftmaschine entwickelt, die nur wenige tausendstel Millimeter groß ist. Sie funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Stirling-Motor in normaler Größe. Dabei wird ein mit Gas gefüllter Zylinder periodisch erhitzt und abgekühlt. Dadurch wird ein Kolben in Bewegung gesetzt, der ein Rad antreibt. Anstelle von Gas wird im Stuttgarter Mikro-Motor ein winziges Kunststoffkügelchen verwendet, das in Wasser schwebt. Erhitzt wird das System mithilfe von Laserstrahlen.

Der winzige Motor läuft den Forschern zufolge noch nicht ganz rund. Zufällige Zusammenstöße zwischen den Wassermolekülen und dem Kunststoffkügelchen führten dazu, dass bei jedem Zyklus unterschiedlich viel Arbeit in Energie umgewandelt werde.

Trotzdem beweise das Experiment, dass Wärmekraftmaschinen auch im kleinen Maßstab prinzipiell funktionieren können. Weil in der Mikro- und der Makrowelt unterschiedliche physikalische Gesetzmäßigkeiten dominieren, war das vor dem Experiment unklar.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)