12. Dezember 2011 08:50 Uhr
"Wenn wir eines aus der Krise gelernt haben, ist es, dass man schnell und entschieden auf sie reagieren muss." Das sagt der lettische Ministerpräsident Valdis Dombrovskis in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dombrovskis erklärt, was Griechenland von seinem Land lernen könnte. Lettlands Weg aus der Krise gilt als vorbildlich - unter anderem wurde der Staatshaushalt um 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gekürzt. So wächst laut Dombrovskis die Wirtschaft in diesem Jahr wieder, nachdem sie 2009 noch um 18 Prozent geschrumpft war.
Eine Abwertung der lettischen Landeswährung hätte ihm zufolge notwendige Strukturreformen verzögert - auch weil ein Großteil der Schulden in Euro laufe. Das sei bei Griechenland ähnlich. Deshalb wäre seines Erachtens auch ein Austritt aus dem Euroraum und eine darauffolgende Abwertung der Währung keine Lösung. Die EU habe ein umfassendes Rettungspaket geschnürt und Griechenland seien 50 Prozent seiner Schulden erlassen worden. Nun müsse das Land liefern und zeigen, dass es zu den nötigen Reformen bereit sei. Dann könne es im Euroraum bleiben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)