12. Dezember 2011 10:21 Uhr

Todenhöfer über Syrien: Assad sollte sich Neuwahlen stellen

"Der syrische Knoten ist noch lösbar." Das schreibt der Autor Jürgen Todenhöfer in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Um in Syrien auf friedlichem Wege zu einer Demokratie zu gelangen, solle sich der Machthaber Baschar al Assad relativ kurzfristig freien Wahlen stellen. Dadurch würde er zwar sein Amt riskieren, er hätte aber auch die Chance, sich demokratisch zu legitimieren. Auch viele Bürger würden darauf hoffen, dass Assad das Land ohne Bürgerkrieg in die Demokratie führt. Als Person genieße er bei einem Großteil der Bevölkerung noch immer Ansehen. Das Regime und die Geheimdienste hätten dagegen jedes Vertrauen verspielt.

Allerdings, so schreibt Todenhöfer, habe sich zwischen seinen Besuchen in Syrien im Juni und im November die Stimmungslage verändert. Wegen des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte gebe es inzwischen auch weniger Zustimmung für Assad.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)